DEINE NÄCHSTE MÖGLICHKEIT, FÜR DEN FRIEDEN AKTIV ZU WERDEN!

Friedensforum Magdeburg / Friedenskulturkreis

Am 12.12.2016 um 17:00 – 18:30 Uhr
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Friedenscommunity

Frieden vernetzt: Lokale, regionale und internationale Zusammenarbeit. Wer ist für den Frieden aktiv? Wer möchte noch für den Frieden aktiv werden? (Inhalte folgen in Kürze)

Essbare Stadt

Die essbare Stadt ist eine innovative Idee, die durch den Anbau von Nahrungsmitteln direkt am Wohnort zu einer umweltfreundlicheren Lebensweise führen kann.

Auf der Straße

Regelmäßiger offener Austausch zu den kleinen und den großen Friedensthemen auf der Straße. (Inhalte folgen in Kürze)

Gewaltfreie Kommunikation

Friedliche Konfliktlösung in allen Lebensbereichen: im Persönlichen, Beruflichen und Politischen.

Aus unserem Blog
Lesemodus NEUESTER BEITRAG

Was ist Wahrheit und wieso ist das wichtig?

von Franz Pieper

In letzter Zeit gab es immer wieder viele Diskussionen über journalistische Sorgfalt und politische Bildung. Entsprechend mache ich mir auch schon seit einer Weile Gedanken über dieses Thema. Es ist auf der einen Seite natürlich zu einfach, pauschal allen Beteiligten der Presse vorzuwerfen Lügner zu sein, genauso ist es aber auch naiv zu denken, dass alles in Ordnung sei und wir umfangreich informiert werden.

In diesen Zusammenhang stieß ich vor einer Weile auf ein sehr interessantes Bild im Internet, welches sehr schön den Unterschied zwischen „wahr“ und „Wahrheit“ aufzeigt. Bevor ich darauf eingehe muss die Dringlichkeit dieses Themas verdeutlicht werden. Warum es wichtig ist Verständnis über die Themen Wahrheit und Informationen zu haben. Ganz einfach, schon immer wurden unter dem Deckmantel der Wahrheit Kriege geführt. Beide Seiten verkünden die Wahrheit zu kennen und überzeugen ihr Volk somit in den Krieg zu ziehen. Selbstverständlich ist dies heute noch immer so und an vielen Beispielen leider live zu beobachten. Da ich hier neutral über das Thema Wahrheit schreiben möchte vermeide ich bewusst Bezug zu konkreten Themen und fordere dazu auf sich selber ein Bild zu machen. Bild ist das richtige Stichwort, hier die Abbildung von der ich sprach:

Abbildung 1: Wahr vs. Wahrheit

Abbildung 1: Wahr vs. Wahrheit

Die beiden Schatten an der Wand sind betitelt mit „das ist wahr“ und das 3D Objekt im Raum mit das ist die Wahrheit. Dies verdeutlicht sehr schön als was wir die Wahrheit definieren können, als einen bestimmten Zustand zu einer bestimmten Zeit. Wir Menschen treffen Entscheidungen aufgrund dieses Zustandes und führen Handlungen aus. Das Dilemma besteht in der Tatsache, dass wir nie in der Lage sind die vollständige Wahrheit also exakt diesen Zustand zu einem späteren Zeitpunkt noch genau zu kennen. Dies liegt zum einen an unserer nicht perfekten Wahrnehmung (Stichwort Sinnestäuschungen) und an unseren Erinnerungsvermögen, zum anderen aber auch an der abgebildeten Tatsache. Selbst mit perfekter Wahrnehmung kann es sein das wir die Wahrheit nicht sehen da uns die nötigen Perspektiven fehlen.

Allein diese simple Erkenntnis, dass es in der Realität sehr oft nötig ist mehrere unabhängige Perspektiven zu haben um der Wahrheit möglichst nahe zu kommen, scheint vielen Menschen leider nicht so richtig klar zu sein. So trifft man doch zu oft Menschen die meinen, es reiche über Jahre hinweg immer das Gleiche Medium zu konsumieren (egal ob Zeitung, Nachrichtensendung oder Blog) um sich eine ausgewogene Meinung zu bilden.

Wenn wir eine friedliche freiheitliche demokratische Gesellschaft anstreben (sorry aber die sehe hier zurzeit leider beim besten Willen nicht), müssen wir hin zu einem völlig anderen Umgang mit bildenden Medien. So ist es eine schlechte Idee relativ wenige aber dafür finanziell hochpotente Produzenten zu haben. Viel sinnvoller ist das Anstreben einer vielfältigen Medienlandschaft in der viele verschiedene Inhalte verfügbar sind. (Im Internet ist dieser Trend natürlich bereits zu erkennen) Dies bedeutet allerdings auch Inhalte zu erdulden die einen persönlich nicht gefallen.

Um dies zu verdeutlichen möchte ich nochmal auf die verschiedenen Perspektiven zurückkommen. In der Abbildung sehen wir, dass das Problem darin besteht, dass wir mindestens zwei Perspektiven brauchen um die Wahrheit zu rekonstruieren. Dieses Problem ist natürlich bekannt und ist vergleichbar mit dem was beispielsweise in einem Computertomographen(CT) passiert. Das hier genutzte Prinzip heißt zylindrische Extension und ist in folgender Abbildung verdeutlicht. Aus den erweiterten Mengen wird die Schnittmenge gebildet um das gesuchte Objekt zu rekonstruieren. Es wird hier sehr schön deutlich das es manchmal sehr leicht sein kann, aber manchmal auch sehr schwer die tatsächliche ausgangsform wieder zu finden. Bei den CT Geräten wird im Wesentlichen genau das gemacht, es werden einfach viel mehr Perspektiven aufgenommen um sich so immer mehr der Wirklichkeit anzunähern.

 

Abbildung 2: Systematische Rekonstruktion eines Zustandes durch Erweiterung und Schnittmengenbildung

Abbildung 2: Systematische Rekonstruktion eines Zustandes durch Erweiterung und Schnittmengenbildung

Genau diese Vorgehensweise kann ich auch nur jedem empfehlen, wenn es um die Wahrheit geht. Versucht so viele Perspektiven wie möglich zu sehen und bildet eure Meinung erst auf dieser Basis. Je mehr unabhängiger Perspektiven man kennt desto näher kommt man der Wahrheit. Auch wenn man sich nie sicher sein kann ob man den Zustand wirklich korrekt rekonstruiert hat. Einer gewissen Unsicherheit muss man sich immer bewusst sein.

Auch wenn, wie bereits erwähnt, der Trend im Internet zur Vielfalt da ist, muss man feststellen, dass in den noch dominanten Medien genau das Gegenteil passiert. Es ist leider sogar so schlimm, dass den Menschen Worte wie „Verstehen“ und „Theorie“ als kampfbegriffe verkauft werden. Personen die so etwas propagieren sind nicht am Frieden interessiert. Zum einen ist es so, dass jemand der andere vom Verstehen abhalten will, diese Menschen ausnutzen möchte. Zum anderen ist jemand der sogar einen Konflikt möchte und seinen Feind trotzdem nicht verstehen möchte dumm. Selbst der Stratege Sun Tzu wusste schon vor 2500 Jahren das man sich selbst und seinen Feind kennen muss um zu gewinnen. Es spielt eigentlich keine Rolle ob solche Personen nun aus gewalttätigen Motiven oder aus reiner Dummheit handeln. Wichtig ist, dieses Verhalten zu erkennen um entsprechend handeln zu können. Zum Beispiel in dem man dieses Gerede einfach ignoriert.

Zum Abschluss noch ein passendes Zitat welches ich gefunden habe:

„Richtig und falsch ist nicht was uns von unseren Gegnern unterscheidet. Es sind unsere verschiedenen Standpunkte und Perspektiven die uns voneinander trennen. Beide Seiten werfen sich die Schuld zu. Es gibt keine gute und böse Seite. Nur zwei Seiten mit verschiedenen Ansichten.“

Squall Leonhart

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Montag, 15.02.2016, Projekt-Idee zur Europawoche

Lesemodus

von Christoph Petzold

Montag, 15.02.2016, Projekt-Idee zur Europawoche

Der liebe Ronny hat es wieder einmal geschafft, interessante liebe Menschen zusammen zu bringen und dabei ist in einem kurzen, intensiven und sehr angenehmen Gespräch im Alex am Ulrichplatz eine neue Projektidee für unseren Verein (in Gründung) herausgekommen.

Idee


Wir möchten uns für die Europawoche vom 30. April bis 9. Mai 2016 http://www.goeurope-lsa.de/europawoche/ für Samstag den 07.05.2016 um 16:00 Uhr anmelden. Ronny hat auf der Meile der Demokratie Olga Nelnykov von Harmonia e.V. - Internationales Zentrum für Kultur, Bildung und Soziales kennen gelernt. (http://harmonia-magdeburg.npage.de/startseite.html) . Sie möchte einen Antrag schreiben und für uns einen Beitrag für die Europawoche anmelden. Unser Beitrag zur Projektwoche soll die folgende Überschrift haben.

„Unterschiedliche Sichtweisen zum Ukraine-Konflikt“


Wir möchten friedlich und sachlich unterschiedliche Sichtweisen zum Ukraine-Konflikt darstellen und diskutieren. Dabei wollen wir versuchen ein möglichst breites Meinungsspektrum abzubilden.

Folgende DiskussionsteilnehmerInnen versuchen wir für unser Vorhaben zu gewinnen:


Die Liste der potentiellen TeilnehmerInnen soll fortlaufend in einem transparenten Prozess ergänzt werden. Die Vorbereitung, die Durchführung, sowie die Auswertung der Veranstaltung wird auf der Internetseite www.friedensforum-magdeburg.de dokumentiert werden.

Das Ziel der Diskussion(en) besteht in der Praxis der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Bertram Rosenberg (https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation).

Es soll nicht darum gehen, dass die Diskussionsteilnehmer_Innen aus verschiedenen Lagern versuchen, sich von ihrer jeweiligen Wahrheit zu überzeugen. Vielmehr soll gezeigt werden, wie man andere Meinungen aushält, akzeptiert, auch wenn sie mit der eigenen Meinung nicht übereinstimmen oder ihr sogar entgegen gerichtet sind. Eine gewaltfreie Kommunikation ist Grundlage für ein gewaltfreies Zusammenleben. Wir wollen, dass alle europäischen Partner friedlich und konstruktiv zusammenarbeiten. Nur wer bereit ist zuzuhören, kann andere Menschen verstehen. Last uns miteinander Reden und Ängste und Vorurteile abbauen.

Liebe Grüße und ich freue mich wie immer über eure Fragen, Anmerkungen und Hinweise :)

Chris P

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Das Friedensforum auf der Meile der Demokratie

Lesemodus

von Sebastian Clemens


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