Friedensforum Magdeburg - Auf der Straße

Ob PEGIDA, Montagsdemos, Friedenmahnwachen und viele mehr, der Protest auf der Straße hat in den letzten Jahren in vielfältiger Weise zugenommen. Der Grund ist eine scheinbar immer größer werdene Kluft zwischen der Bevölkerung und der Politik in essentiellen Fragen der Sicherheit des Einzelnen und der Gesellschaft.

Eine als immer ungerechter empfundene Wirtschaftsordnung, eine kontinuierliche Zuspitzung dramatischer Kriegsszenarien weltweit und eine unklare Flüchtlingspolitik sind häufig die Kernthemen vieler kritischer Auseinandersetzungen, welche ihren Ausdruck in vielseitigen Interpretation und Lösungsansätzen wiederfindet.

Die daraus entstehenden unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Protestszene führen immer deutlicher zu einem tiefen Spalt auch innerhalb der Bevölkerung, welche in teils heftigen Auseinandersetzungen mündet und Lösungen für viele Probleme immer unwahrscheinlicher werden lässt.

So gehen die Proteste oftmals mit Gewalt zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten, aber auch mit der Polizei einher. Anstatt einer auf Frieden und Toleranz basierenden politischen Willensbildung und einer konstruktiven Annäherung unter den verschiedenen Akteuren, sowie den Politikern und der Bevölkerung, entwickelt sich eine immer größere Spirale aus Missverständnissen, Ausgrenzungen von Meinungen und Gewalt.

Als Friedensforum wollen wir auch auf der Straße unserer Einsicht in den absolut notwedigen, gewaltfreien Dialog innerhalb der Gesellschaft Ausdruck verleihen. So laden wir regelmäßig zu öffentlichen Veranstaltungen auf der Straße ein und fordern alle Beteiligten dazu auf, offen und friedlich miteinander zu kommunizieren, gemeinsame Werte zu ermitteln und ein gemeinsames Zeichen für einen gemeinsamen Frieden zu setzen.

Der Protest auf der Straße ist unumstößlich für eine gesunde Demokratie und darf auf keinen Fall durch Gewalt und Gegengewalt missbraucht werden.

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