Projektinitiative

Magdeburg Lichtstadt, Universitäts.- und Wirtschaftsstandort, ein Paradies für Familien und Studierende, Kulturhochburg, geprägt von Otto von Guericke, eine der wenigen Städte in Europa die noch über reichlich Grünflächen verfügt ... doch wie stellen wir Menschen in Magdeburg uns unsere Stadt vor?

Die Antwort auf diese Frage lautet, von zehn Motivierten, die sich im November 2014 zusammen fanden: Essbar! Damit Magdeburg Stück für Stück zu einem kleinen Paradies wird... Zur Bewerkstelligung von ein Paar Pilot-Projekten benötigen wir nicht viel mehr als ein bisschen Zeit, einfache Arbeitsgeräte, einige Ressourcen, einschließlich ein Paar Kräfte der Erde.

Inspiriert ist die Initiative von Vorbildern aus England ( incredible edible ) und Frankreich ( incroyables comestibles ), wo die Bewegung schon viel Unterstützung erhalten hat. Auch in Deutschland etabliert sich die „ Essbare Stadt “ immer mehr, so in Andernach, Waldkirch, Augsburg, Dortmund, Freiburg, Hamburg, Ingolstadt, Jena, Kassel, Lübeck, Mainz, Minden, Tübingen und noch ein Paar mehr.

Beschreibung

Die essbare Stadt, ist eine innovative Idee, die für eine pflanzenfrohe Gestaltung unserer Kommunen steht. Es geht darum sie aufzuwerten, damit sie wieder zum Lebensmittelpunkt werden. Unsere Umgebung bietet noch eine Menge Potenzial, dass wir nutzen sollten. Es können direkt vor der Haustür Möhren, Kartoffeln, Kräuter und Erdbeeren wachsen, ohne hunderte oder gar tausende von Kilometern in die Supermärkte zurücklegen zu müssen. Die Idee der essbaren Stadt ist es, auf kleinen oder größeren Flächen direkt an unserem Wohnort Nahrung anzubauen, wobei die Ernte allen offen steht, ob sie die Flächen bewirtschaftet haben oder nicht. Wir können zum Beispiel verwilderte Grünflächen umgestalten, um damit die Bürger regional, saisonal mit lokalen Erzeugnissen zu versorgen. Die Kommunen profitieren somit von geringeren Instandhaltungskosten für die ehemaligen verwilderten Flächen. Es entstehen idyllische Ortschaften durch die Bepflanzung öffentlicher Flächen, in Form von Gemüsebeeten, Kräutergärten, dem anpflanzen von Obstbäumen oder ebenso Zierpflanzen. Die Umwelt erhält in Folge der Pflege und dem Ausbau wieder eine größere Wertschätzung der Menschen. Die essbare Stadt führt ebenso zur Wiedereinführung von hauseigenen Sorten und trägt zur Vermehrung eigener samenfester Nutzpflanzen bei. Der Schutz und die Förderung der Artenvielfalt ist somit ein Stück mehr gesichert. Das ist ein enorm wichtiger Beitrag, zur Erhaltung der historisch entstandenen Biodiversität. Die Idee erweitert mittels der Pflanzenvielfalt den Lebensraum von Tieren, zudem bereichert sie den Speisezettel von z.B. Nutzinsekten wie Bienen oder Hummeln.

Ein weiterer Bestandteil ist es mehr Informationen über die Nutzpflanzenvielfalt zur Verfügung zu stellen. Es sollen Schautafeln in der Vegetationszeit aufgestellt werden, die über Pflanzen oder verschiedene Themen informieren, wie z.B. Bestäubungsbiologie und die Kulturpflanzengeschichte von Kartoffeln, Kürbis, Erbsen.

Die globalen Verhältnisse sind erschreckend, die essbare Stadt wirkt unzureichenden sozialen Bedingungen und der Umweltzerstörung entgegen. Die gemeinschaftliche Nutzung der Grünflächen fördert zwischenmenschliche Beziehungen. Es ist ein Element, das uns Menschen zum Leben im Regionalismus führen kann, um damit unsere Umwelt erheblich zu entlasten.

Ziele

  • Mitgestaltung der Stadt
  • Wissensaustausch
  • Stärkung der sozialen Gemeinschaft durch das Zusammenbringen von unterschiedlichen
    Menschen unabhängig von Alter, sozialer oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung, vermeintlicher oder tatsächlicher Beeinträchtigungen, Staatsangehörigkeit und die Schaffung einer Begegnungsmöglichkeit
  • Erhalt alter Kultursorten
  • Bewusstsein schaffen für regionale und saisonale Lebensmittel
  • Relokalisierung der Nahrungsmittelproduktion
  • Förderung des dezentralen, lokalen, selbstständigen Arbeitens
  • größere Unabhängigkeit von Großkonzerne

Ansprechpartner

Sascha Droletz (saschadroletz@t-online.de)

Quelle: (https://www.facebook.com/Magdeburg-Die-essbare-Stadt-1546268228976528/info/?tab=page_info)

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